Wildkräuterguide - zurück zur Natur
Kräuter haben sich bereits seit Jahrtausenden bewährt und mit dem Wissen um deren richtiger Anwendung sind sie besonders in der Energetik sehr gut nutzbar.
Oftmals haben mir meine Eltern auf unseren Wanderungen Wildkräuter gezeigt und deren energetische Wirkung erklärt, denn bereits meine Oma hat immer gesagt: "Es is´ gegen alles ein Kräutl g´wachsen."
So wurden Kräuter seit jeher bei uns daheim zur Linderung von Symptomen, zur Reduzierung von Medikamenten und zur Unterstützung einer ärztlichen oder therapeutischen Behandlung verwendet.
Begleiten Sie mich auf einer meiner Wanderungen und tauchen Sie mit mir in die Welt der Kräuter ein.
(Termine im Shop oder auf telefonische Anfrage)
Anwendung und Verarbeitung
Kräuterworkshops - individuell wie Sie!
Wegwarte
Die Wurzel enthält Bitterstoffe (Sesquiterpenlactone, Cichoriasid B etc.) , Flavonoide, Cumarine, Schleimstoffe, Inulin und ätherische Öle. Ich verwende sie zur Anregung von Leber, Galle und Bauchspeicheldrüse.
Bereits seit dem Mittelalter wird diese heilende Kraft genutzt, vor allem bei leichten Verdauungsbeschwerden wie Völlegefühl und verzögerter Verdauung sowie bei zeitweilig auftretender Appetitlosigkeit und Sodbrennen. Bei allgemeinen Verdauungsbeschwerden und Appetitlosigkeit den Tee am besten 20 bis 30 Minuten vor den Mahlzeiten einnehmen:
Aufguss bei Verdauungsproblemen
2 – 4 g fein geschnittene Wegwartewurzel mit ca. 150 ml heißem Wasser übergießen. Nach 5 – 7 Minuten abseihen. Einmal täglich eine Tasse trinken, jedenfalls maximal 2 Tasse pro Tag.
Meine Oma hat aus der Wurzel einen Aufguss für gerötete Augen und bei Hautunreinheiten verwendet. Den Aufguss hat sie folgendermaßen ergestellt:
Aufguss bei Hautunreinheiten
2 EL Wurzelstückchen in 300 ml Wasser für 10 Minuten kochen, ein paar Blüten dazugeben und noch einmal 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen.
In den lauwarmen Tee einen Wattebausch eintauchen, leicht ausdrücken und ein paar Minuten auf die betroffenen Stellen legen und einwirken lassen.
Johanniskrautöl
Rezept 1 - an der Sonne angesetzt
Für das Johanniskrautöl gebe ich die Blüten in ein durchsichtiges Glas und gieße kaltgepresstes und naturbelassenes Pflanzenöl darüber. Anschließend verschraube ich das Glas luftdicht und stelle es für 4 bis 8 Wochen ans Sonnenlicht, wodurch sich die Wirkstoffe der Pflanze lösen und in das Öl übergehen. In dieser Zeit öfters mal schütteln. Wenn das Öl rot ist seihe ich es durch ein Tuch ab und fülle es in ein dunkles Glas, beschrifte dieses, lagere es dunkel und verwende das Öl bei Bedarf das nächste Jahr über. Der Auszug aus den Blüten verleiht dem Öl keimtötende und wundheilende Eigenschaften.
Rezept 2 - im Dunkeln angesetzt
Das Öl kann auch aus Blüten und grob zerkleinerten Zweigspitzen im Dunkeln angesetzt werden. Dieses im Dunkeln angesetzte Öl wirkt schmerzlindernd und antirheumatisch.
Hollerblütensirup
Blüten pflücken, kurz in den Schatten legen (damit sich Tierchen entfernen können).
Ca. 1,5 Kilogramm Zucker in 2 Liter warmem Wasser auflösen, 2 EL Zitronensäure, 3 bis 5 Hände Blüten sowie 2 bis 3 in Scheiben geschnittene unbehandelte Zitronen in ein Gefäß geben und ca. 3 Tage an der Sonne ziehen lassen. Dazwischen immer wieder umrühren oder schütteln.
Die Blüten sollen bedeckt sein.
Anschließend durch einen Kaffeefilter, ein feines Sieb oder ein Tuch filtern und mit Einsiedehilfe haltbar machen (lt. Anleitung).
Nach dem Abfüllen beschriften.
Tipp: Mancher Zucker enthält bereits Zitronensäure.
Tannenwipferlsirup
Ein wohlschmeckendes altes Hausmittel gegen Schnupfen, Husten, Heiserkeit und Halsschmerzen.
Tannenwipferl pflücken, kurz in den Schatten legen (damit sich Tierchen entfernen können). In ein weites Glas abwechselnd Zucker und Wipferl einfüllen, die letzte Schichte ist Zucker.
Danach verschließen und an einem sonnigen Ort für ca. 4 bis 8 Wochen stehen lassen. Der Hustensaft ist fertig, wenn der Zucker geschmolzen und die Wipferl braun sind. Anschließend durch ein Tuch oder ein Sieb abseihen, abfüllen, beschriften und dann dunkel und kühl lagern.
Sehen Sie sich den Film dazu an.
Bärlauch - perfekt für alle, die Knoblauch lieben
Ich verwende ihn für Suppen, für Pestos, vermischt mit gedünstetem Kraut und Zwiebeln, klein geschnitten in Knödel, für Aufstriche, klein gehackt aufs Butterbrot oder auf Kartoffeln und Salaten - schmeckt ausgezeichnet.
Wenn Sie mehr über Bärlauch und seine vielseitige Wirkung erfahren möchten, begleiten Sie mich auf meiner Kräuterwanderung im Frühjahr oder besuchen Sie meine Kräutervorträge.
Bärlauch
Gefährlich ist die Verwechslung mit dem giftigen Maiglöckchen, der Herbstzeitlose bzw. dem Aronstab. Alle drei Pflanzen kommen in ähnlichen Regionen vor, allerdings ist der Bärlauch aufgrund seines deutlichen Knoblauchgeruchs, der nur ihm eigen ist, von allen anderen Pflanzen zu unterscheiden.
Beim Bärlauch ist der Blütenstängel kantig und die Blätter sind gestielt!
Nehmen Sie Bärlauch ausschließlich, wenn sie ihn eindeutig identifizieren können.
Suppe
Zwiebel fein hacken, Knoblauch pressen, Kartoffel schälen und in Würfel schneiden, Bärlauch waschen und grob schneiden. Zwiebel in Öl anschwitzen, Knoblauch kurz mitrösten, mit Suppe aufgießen und Kartoffelwürfel dazugeben.
Suppe ca. 20 Min kochen, dann den Bärlauch dazu geben und kurz aufkochen lassen.
Anschließend pürieren und durch ein Sieb abseihen.
Die festen Bestandteile zerkleinere ich mit dem Wiegemesser und füge sie wieder der Suppe zu.
Pesto
Bärlauch waschen, klein schneiden und blanchieren. Etwas Salz, Pfeffer, Knoblauch und Olivenöl dazu geben.
Mit dem Pürierstab pürieren und anschließed mit dem Wiegemesser zerkleinern.
In kleine Gläser abfüllen, obenauf Olivenöl (wegen der Haltbarkeit) und beschriften.
Manchmal gebe ich gleich Parmesan oder geröstete Pinienkerne dazu, manchmal erst, wenn ich das Pesto verwende.
Bärlauchkraut
Ein Geheimrezept meiner Oma:
Das Kraut hacheln und mit Salz, Kümmel und wenig Pfeffer würzen und einige Minuten stehen lassen.
Währenddessen geschnittene Zwiebel anschwitzen, Knoblauch kurz mitrösten, den gewaschenen und grob zerkleinerten Bärlauch beimengen.
Anschließend mit dem Kraut vermischen und mit etwas Suppe dünsten.
Abschmecken - fertig!
Inhalieren bei Schnupfen und Erkältung
Ein altes Hausmittel, das bei uns seit jeher bei festsitzendem Husten und Schnupfen angewendet wurde. Durch das Inhalieren des heißen Dampfes wird der Husten gelindert und die trockenen, gereizten Nasenschleimhäute werden befeuchtet.
Üblicherweise verwende ich ein sehr effektives Kamillendampfbad. Die Wirkstoffe der Kamille bekämpfen Bakterien und lindern die Schnupfensymptome.
In unserer Familie wird ebenfall sehr gerne frischer Rosmarin (auch als Öl) oder unbehandeltes Meersalz verwendet.
Sehen Sie sich den Film dazu an.
Fußbad gegen Erkältung
Erkältung und Schnupfen im Anmarsch? Ich mache mir bereits bei den ersten Anzeichen ein ansteigendes Fußbad, da bei mir die Erkältung meistens mit kalten Füßen beginnt.
Üblicherweise nehme ich dazu
10 ml Olivenöl,
4 Tropfen Lavendelöl und
1 TL Honig.
Ich ersetze manchmal das Olivenöl mit einer Tasse Meersalz und bei den Ölen verwende ich auch gerne Rosmarin- oder Thymianöl. Am liebsten verwende ich jedoch frische Kräuter aus meinem Garten.
Ich fülle warmes Wasser in einen Kübel bis meine Waden bedeckt sind. Dann gieße ich vorsichtig heißes Wasser dazu und nach 10 bis 15 Minuten trockne ich meine Füße ab, ziehe Sockerl an und ruhe mich aus.
Sehen Sie sich den Film dazu an.
Kräuterwanderung
in der Wachau
Was wäre der Frühling ohne Bärlauch, der Sommer ohne Königskerzen oder der Herbst ohne Hagebutten? Entdecken wir gemeinsam, was uns die Natur zu bieten hat.
Bei meinen Kräuterwanderungen erhalten Sie interessante Informationen über deren Anwendung und Verarbeitung.
Treffpunkt und Termine entnehmen Sie bitte dem Shop.
Ringelblumen-Salbe
Hautentzündungen, Ekzeme, Schrunden, trockene Haut, Warzen, Hühneraugen
Blüten pflücken, kurz in den Schatten legen (damit sich Tierchen entfernen können).
150 ml Öl erwärmen, 3 EL Ringelblumen zugeben, beides 15 Minuten ziehen lassen und anschließend abseihen. Danach 15 g (2 EL) Bienenwachs und 10-15 Tropfen Propolis Tinktur zugeben und im Wasserbad nochmals erwärmen bis alles geschmolzen ist und sodann in Behälter abfüllen.
Wenn die Salbe hart ist, mit dem Deckel verschließen und beschriften.
Tipp: Die Salbe hält im Kühlschrank ein Jahr.
Sehen Sie sich den Film dazu an.
Gebackene Brennnessel
Brennnessel mit dem Stiel pflücken und im Palatschinkenteig (Eier, Milch, Mehl, Prise Salz) eintauchen und in der Pfanne backen. Anschließend bestreue ich sie mit Zucker.
Sehr gerne serviere ich die köstlichen Brennnessel mit Bio-Apfelmus. Natürlich können Sie die gebackenen Brennnessel auch ohne Beilage servieren.
Mahlzeit, lassen Sie es sich schmecken!
Spitzwegerichsirup
Spitzwegerichblätter pflücken, kurz in den Schatten legen (damit sich Tierchen entfernen können). In ein weites Glas abwechselnd Zucker und Blätter einfüllen, letzte Schichte ist Zucker und für ca. 8 Wochen dunkel stellen. Danach hat sich der Zucker aufgelöst. Anschließend abseihen und den Sirup in ein Schraubglas geben, verschließen, beschriften und vor Sonnenlicht schützen.
Der Spitzwegerichsirup ist bei uns ein altbewährtes Hausmittel zur Hustreizminderung.
Schafgarbensirup
Blüten pflücken, kurz in den Schatten legen (damit sich Tierchen entfernen können).
Ca. 1,5 Kilogramm Zucker in 2 Liter warmem Wasser auflösen, 2 EL Zitronensäure, 3 bis 5 Hände Blüten sowie 2 bis 3 in Scheiben geschnittene unbehandelte Zitronen in ein Gefäß geben und ca. 3 Tage an der Sonne ziehen lassen. Dazwischen immer wieder umrühren oder schütteln.
Die Blüten sollen bedeckt sein.
Anschließend durch einen Kaffeefilter, ein feines Sieb oder ein Tuch filtern und mit Einsiedehilfe haltbar machen (lt. Anleitung).
Nach dem Abfüllen beschriften.
Tipp: Mancher Zucker enthält bereits Zitronensäure.
Sehen Sie sich den Film dazu an.
Veilchensirup
Blüten pflücken, kurz in den Schatten legen (damit sich Tierchen entfernen können).
Ca. 1,5 Kilogramm Zucker in 2 Liter warmem Wasser auflösen, 20 Gramm Zitronensäure, 3 bis 5 Hände Blüten sowie 2 bis 3 in Scheiben geschnittene unbehandelte Zitronen in ein Gefäß geben und ca. 3 Tage an der Sonne ziehen lassen. Dazwischen immer wieder umrühren oder schütteln.
Blüten sollen bedeckt sein.
Anschließend durch einen Kaffeefilter, ein feines Sieb oder ein Tuch filtern und mit Einsiedehilfe haltbar machen (lt. Anleitung).
Nach dem Abfüllen beschriften.
Sehen Sie sich den Film dazu an.
Ringelblumen-Shampoo
Blüten pflücken, kurz in den Schatten legen (damit sich Tierchen entfernen können).
Das Ringelblumen-Shampoo ist für trockenes und sprödes Haar geeignet, wirkt regenerierend und macht die Haare seidig.
100 ml Wasser zum Kochen bringen, vorsichtig über 2-3 EL Ringelblumenblütenblätter gießen, zudecken und auskühlen lassen.
Nach ca. 2 Stunden durch ein feines Sieb gießen und die Blüten aussieben. Anschließend das Ringelblumenwasser in 100 - 150 ml Shampoobasis einrühren. Wenn die Masse homogen ist, wird das Shampoo abgefüllt und beschriftet.
Tipp: 2-4 Tropfen pflanzliches Glyzerin dazu.
Sehen Sie sich den Film dazu an.
Königskerze
Ich verwende sie als Tee, Öl oder Tinktur, für Auflagen, in der Küche (Suppen, frittierte Blüten etc.) oder ich verräuchere sie.
In meinem Weihebuschen zu Mariä Himmelfahrt am 15. August darf die Königskerze keinesfalls fehlen.
Brennnessel
Innerlich z.B. bei Arthrose, als Blutreinigungsmittel und bei Eisenmangel.
Äußerlich bei Abszessen und Hautunreinheiten, Furunkel, Kopfschuppen, bei Wunden und Haarausfall.
Sh. Rezept weiter unten.
Schafgarbe
Sie gehört zu den sogenannten „Universalheilkräutern“ wie Kamille, Ehrenpreis, Odermennig, Brennnessel und Löwenzahn.
Die Schafgarbe ist ein Stärkungsmittel und ein „Tonicum amarum“ – eine Bitterstoffdroge .
Sh. Rezept weiter unten bzw. Film.
Holler
Innerlich beispielsweise als Tee bei Bronchitis und Erkältungen, Vorbeugung bei beginnenden grippalen Infekten und Erkältungen (Beeren) und bei fieberhaften, grippalen Infekten (Blüten).
Ich backe die Hollerblüten im Teig und serviere sie mit Apfelmus, auch verwende ich die Blüten für Tees und einen bekömmlichen Sirup.
Spitzwegerich
Ein Stärkungsmittel für Menschen „... mit schlechtem Blut, wenig Blut, schwacher Lunge, schwacher Stimme, bleichem Aussehen sowie Hautausschlägen, die ewig hüsteln, heiser sind und mager bleiben.“
(Pfarrer Künzle)
Sh. Rezept weiter unten.
Veilchen
Innerlich blutreinigend, blutfettesenkend, expektorierend (auswurffördernd), krampflösend und nervenberuhigend.
Äußerlich narbenauflösend und wundheilend.
Sh. Rezept weiter unten bzw. sehen Sie sich den Film dazu an.
Frauenmantel
Gerne trinke ich Mischtees aus Frauenmantel, Schafgarbe und Taubnessel oder aus Frauenmantel, Schafgarbe und Salbei.
Der Frauenmantel ist neben der Schafgarbe das Frauenkraut.
Bärlauch
Äußerlich bei Ekzemen, Wundinfektionen und Pilzbefall.
Ich verwende ihn für Pestos, klein geschnitten in Knödel, aufs Butterbrot oder auf Kartoffeln und Salaten - schmeckt ausgezeichnet.
Johanniskraut - "der Seelentröster"
Innerlich z.B. zur Beruhigung, bei Angst, Nervosität, Burnout-Syndrom, Schlafstörungen, Winterdepression aufgrund von Lichtmangel. Äußerlich bei Brandwunden und Neurodermitis.
Ringelblume
Äußerlich bei Akne, Blutergüssen, infizierten und schlecht heilenden Wunden, Hämorrhoiden, Hautpilz, Windeldermatitis, schmerzenden Gelenken, beruhigend bei Hautreizungen, Rötungen und Irritationen, zur Pflege von Narben und Dehnungsstreifen, pflegend bei rauer und stark beanspruchter Haut.
Sh. Rezept weiter unten bzw. sehen Sie sich den Film dazu an.
Wegwarte
Innerlich zur Beruhigung und Entspannung fürs Herz und für bessere Laune.
Oft bereite ich einen Mischtee aus Wegwartenkraut, Löwenzahnkraut oder –wurzel, Odermennig und Johanniskraut zu.
Diesen trinke ich schluckweise über den ganzen Tag verteilt.
Löwenzahn
Äußerlich bei Augenerkrankungen, Ekzemen, Wunden und verschiedenen Hauterkrankungen. Innerlich bei Appetitlosigkeit, bei Arthrose schmerzlindernd, zur Kräftigung, bei Lebererkrankungen, Schmerzlinderung bei Rheuma. Probieren Sie ihn einfach mal als Salat - Sie werden begeistert sein.